Einleitung
Die Globalisierung und die Europäische Integration haben zu spürbar großen Migrationsbewegungen geführt, die zu einer größeren Bevölkerungsmischung führen. Deshalb ist eine aktuelle Herausforderung für die europäischen Länder das Zusammenleben ihrer Bürger, das durch das Anwachsen von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gestört wird.
Die Region Murcia ist geradezu beispielhaft für diesen Migrationsprozess. Die quantitativen Daten belegen das: Vor 10 Jahren gab es in der Region nur 1% Ausländer und diese kamen überwiegend aus dem entwickelten Europa. Heute ist der Anteil der Einwanderer 12,3% und diese kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Überwiegend aus dem Maghreb (meist aus Marokko) und aus Lateinamerika (meist aus Ecuador) allerdings kommen sie zunehmend aus Ost Europa und aus Ländern südlich der Sahara. In der Region Murcia sind die Ecuadorianer quantitativ die stärkste Bevölkerungsgruppe der Einwanderer. Aktuell in 2006 zählt die offizielle Statistik 55.624 Ecuadorianer, das entspricht 4,16% der Gesamtbevölkerung der Region. Verglichen mit der Gesamtzahl der Ausländer hieße das, von 100 Ausländern in der Region Murcia sind 33,7% Ecuadorianer. Wobei man nicht vergessen darf, dass hier die illegalen Ausländer nicht mitgezählt wurden, die in sehr unsicheren Verhältnissen leben.
In der anthropologischen Abteilung der Katholischen Universität San Antonio in Murcia (UCAM) beobachtet eine Forschergruppe die Lebenssituation der Einwanderer seit über vier Jahren. Die quantitative Bedeutung der ecuadorianischen Bevölkerungsgruppe war einer der Gründe für die Entscheidung zu einem Projekt, dass verschiedene Aspekte der Beziehung zwischen Ecuadorianern und Spaniern behandelte.
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